Nick war brav, gut erzogen und machte keinen Krach (lautes Bellen). Er war freundlich und kam sogar manchmal, wenn Frauchen rief, zu ihr zurück.
Draußen im freien Feld war es dann etwas anderes mit dem Zurückkommen.
Musste man doch immer etwas mehr Zeit für den Spaziergang einplanen, wenn man Nick von der Leine ließ.
Wenn er seine Streifzüge durch Wald und Gebüsch beendet hatte, kam er, ungeachtet des vor Zornesröte gezeichneten Gesichtes seines Frauchens, freudestrahlend zu ihr zurück.
"NICK"
Durch eine Anzeige in einer "Hundezeitschrift" hat Karin die Telefonnummer einer Beagle-Zucht gefunden und sofort dort angerufen. Auf ihre Bitte hin, den "Zuchtbetrieb" anschauen zu dürfen, wurden wir von der Züchterin, Frau I.Wallenborn, herzlich eingeladen.
Gesagt, getan. Wir fuhren im August 2000 nach Watzerath (Prüm i.d.Eifel), so heißt der Ort wirklich, um die Hunde zu besichtigen (leben die Hunde in guten Verhältnissen? usw.), und waren von der riesigen, sauberen Anlage so angetan, dass wir uns sofort für einen Welpen aus dem nächsten Wurf vormerken ließen.
Im September 2000 rief uns Frau Wallenborn an. Sofort fuhren wir hin und suchten uns unseren "Gismo" aus.
Am 29.November 2000 holten wir ihn zu uns nach Hause.
Von nun an änderte sich alles in unserem Leben. In der Wohnung drehte sich alles um den kleinen Wurm. Kein Schritt mehr ohne zu schauen, wo ist er gerade, schläft er noch, - nein oh jetzt aber schnell Schuhe oder Schlappen an und raus Gassi gehen.
Gut, dass es gerade zur Winterszeit war, und im Dunkeln niemand sehen konnte, wenn einer von uns, noch total verschlafen im Schlafanzug draußen vor der Tür mit dem kleinen Hundchen rumturnte.



Aber ich denke von hier ab sollte lieber Gismo anfangen von seinem Leben zu erzählen.
Ja Leute, ist auch besser so, sonst erzählen meine Futterknechte nur aus Ihrer Sicht und nicht wie es wirklich war.
Vonwegen Gismo war sauber. Sie, und damit meine ich besonders mein Frauchen, war, wenn ich morgens wach wurde, so schnell in Mantel, Schuhen und mit Leine und Halsband dagestanden, dass ich nicht die geringste Chance hatte, mal wenigstens mein kleines Geschäft in die Wohnung zu machen.
Jedesmal musste ich raus in die S.., eh ...Eiseskälte und hab`mir kalte Füsse geholt.
Am Tag hab`ich dann oft mit "Paul", dem Tibetterier gespielt. Nun das Spiel sah so aus, dass Paul Anlauf nahm und mich dann einfach umrannte. Stand ich dann wieder auf den Füßen, kam er von der anderen Seite und rannte mich wieder um.
So ging das immer eine ganze Zeit, und Paul machte es immer mehr Spaß als mir. Er hat mir dann geholfen, meinen Futternapf zu leeren, was ich bei ihm zu Hause aber auch immer durfte.
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Unser neues "Hundeleben"
Diese Hompage soll keine wissenschaftliche Studie über die Hunderasse Beagle sein.
Wir möchten einfach nur unsere Erfahrungen, die wir in unserem neuen "Hundebesitzer-Leben" gemacht haben, weitergeben.

Es ist nicht einfach damit getan, zu sagen, wir kaufen uns einen Hund.
Nein, wenn man diese Entscheidung trifft, sollte man sich darüber im klaren sein, dass sich das ganze bisherige Leben, das man so führte, von Grund auf ändert, ja auf den Kopf gestellt wird.
Aber wer weiß das schon im voraus?
Morgens, mittags und abends "Gassi" gehen, klar, auch bei Regenwetter und sogar im Winter, wenn`s draußen richtig kalt und ungemütlich ist.
Ach, so oft regnet es ja auch wieder nicht, man kommt raus an die frische Luft, hat endlich richtig Bewegung.
Das ist alles richtig, aber es trifft die Realität auch nicht nur annähernd.

Alles fing damit an, dass meine Frau unbedingt einen Hund haben wollte. Dieser Wunsch wurde noch intensiver, als unser befreundetes Paar im Nachbarhaus sich einen kleinen Tibetterrier, genannt "Paul", zulegte. Von da an war meine Frau Karin nicht mehr zu bremsen.
Nach einem halben Jahr massivem Bitten und Jammern und tatkräftiger Unterstützung von Michael und Constanze (Paul`s Herrchen und Frauchen), war ich endlich "weichgekocht" und reif -für die Insel- , nein, reif - für einen Hund.

Was für ein Hund sollte es sein?
Das war die nächste schwere Klippe, die es zu umschiffen galt.
Gottlob waren wir uns darin einig, dass es ein kleiner, kurzhaariger Hund sein sollte.
Einer, vor dem ich keine Angst habe, der schnell sauber und geputzt ist, nach dem "Gassi-gehen" nicht die ganze Wohnung ruiniert, wenn es draußen nass und ungemütlich ist.
Zu dieser Zeit hatte unsere Tochter Tanja eine Bekannte, die einen Beagle hatte.
Nachdem wir ihn, Nick war sein Name, gesehen hatten, waren wir uns
einig und abolust sicher, ein B EA G L E sollte, nein musste es sein.



Es entwickelte sich eine richtig tolle Hundefreundschaft zwischen uns. Auch heute noch, obwohl ich schon fast ein Jahr nicht mehr in Paul`s Nachbarschaft wohne. Wir sehen uns fast jeden Tag am Kinzigsee in Langenselbold, wo wir mit all unseren Freunden so richtig toben, kämpfen und spielen können.
Eines Morgens, ich war kaum zwei Monate bei meinen neuen Futterknechten, ging es ab in`s Auto, und wir fuhren auf eine große, eingezäunte Wiese mitten im Wald.
Wau, da waren bestimmt über 30 oder noch viel mehr Hunde.
Alle so junge Kerls und Mädels wie ich, alle Rassen, große und kleine, und alle liefen wie wild umher und spielten miteinander.
Das war genau das Richtige für mich.
Nach einer halben Stunde rief jemand "Anleinen". Alle Hunde wurden an die Leine genommen, und wir mussten aufhören zu spielen.
Jetzt fing der Ernst des Lebens an.
An der Leine laufen - ohne zu ziehen, hinsetzen, legen, stehen bleiben und alles auf Kommando.
Puh, das war Stress pur!
Das Schlimmste und Gemeinste aber war, dass die Hundetrainerin unseren Dosenöffnern alle Tipps und Tricks verriet, wie sie mit uns umgehen sollen. All die wunderbaren Fehler, die Frauchen und Herrchen gemacht haben, wurden schonungslos verraten und aufgedeckt.
Jetzt kam die Zeit, wo ich doch ab und zu machen musste, was Frauchen und Herrchen von mir wollten.
Das allerdings war eine Frage des Preises. Hatte ich ein Kommando zur allgemeinen Zufriedenheit ausgeführt, und die Belohnung fiel meines Erachtens nach zu dürftig aus ( nur Lob, kein Leckerli), war die nächste Übung sowieso zum Scheitern verurteilt.
Aber auch diesen Fehler behoben sie ganz schnell.
Ich merkte natürlich, dass es mir hier in meinem neuen Heim S..gut ging und fing an, während meiner Ausbildung, mit Frauchen und Herrchen an einem Strick zu ziehen und gab mir richtig viel Mühe.
Nun gehen wir schon
11/2 Jahre in die Hundeschule, und es macht immer noch richtig Spaß, vor allem das Spielen vor und nach dem Unterricht.
Im Juli 2002 hab`ich dann meine Begleithundeprüfung mit meinem Frauchen gemacht. Da waren alle ganz stolz auf mich. Jetzt üben wir für das Leistungsabzeichen, mal sehen ob Frauchen das auch schafft.

Ich denke, ich hab`s ganz gut hier bei Frauchen und Herrchen getroffen. Sie spielen oft mit mir, kümmern sich immer liebevoll um mich, und ich bekomme viele Streicheleinheiten. Was die für einen Beagle so wichtige Futterfrage angeht, nun da hab`ich sie auch bald soweit, mir immer das Futter zu geben, was mir am besten schmeckt.
Wenn wir im Feld sind, oder abends, wenn der Autoverkehr nachgelassen hat, zu Hause im Ort spazieren gehen, darf ich immer ohne Leine laufen.
Sehe ich Rehe, Hasen, oder sonstige jagdbare Feinde, bleibe ich, wenn Frauchen oder Herrchen es wollen, schön "bei Fuß". Auch wenn sie nicht aufpassen und ich schon losgerannt bin, komme ich sofort zu ihnen zurück, wenn sie mich rufen. Auch die Katzen in der Nachbarschaft ringen mir höchstens noch ein müdes Lächeln ab, es sei denn, es kommt eine in meinen Garten, da gibt`s keine Gnade.
Doch leider ist die Katzenjagd im Garten immer so kurz. Die sind verdammt schnell und ratzfatz über den Gartenzaun verschwunden, diese Feiglinge. Naja, vielleicht macht eine ja mal einen Fehler....